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Entscheidungen - Tipp Nr. 4:
Angst vor der Konsequenz, Teil 2
 
 
Da insbesondere natürlich negative Befürchtungen ein Hindernis dafür sind, Entscheidungen zu treffen, sehen wir uns diesmal an, wie Sie mit Ihren unguten Spekulationen arbeiten können.

Viele Menschen verdrängen es leider, wenn sie eher schwarz sehen, oder schelten sich manchmal sogar regelrecht dafür: "Andere stellen sich doch auch nicht so an!", "Warum muss ich immer so negativ sein?", "Wenn ich nur mutiger wäre!".

Dass man sich vor einer Entscheidung Gedanken macht und sich insbesondere mit den eigenen Befürchtungen und Ängsten auseinander setzt, ist jedoch ein sehr guter und hilfreicher Zug! Denn:

o Sie haben dadurch die Möglichkeit, angenommene oder tatsächliche Hindernisse oder Wermutstropfen wahrzunehmen und in Ihre Entscheidung konstruktiv einzubeziehen,

o Sie nehmen sich selbst und die anstehende Entscheidung ernst,

o Sie stellen durch eine intensive Auseinandersetzung auch sicherer, dass Sie hinter der Entscheidung (wie immer sie auch ausfällt!) stehen können.

Und das "hinter Entscheidungen (und damit hinter sich selbst) stehen" ist ein wesentlicher Aspekt für Entscheidungsfreude und Entscheidungsfähigkeit. Zumal es immer wieder in Ihrem Leben Entscheidungen geben wird, die Sie im Rückblick als nicht so gut oder sogar als Fehler werten werden.


Im vorherigen Tipp sind wir darauf eingegangen, wie wichtig es ist, Annahmen ausgewogen zu treffen (mögliche positive, neutrale und negative Spekulationen), diese als Annahme zu erkennen (und nicht als Realität!) und auch mit diesen Befürchtungen und Überlegungen umzugehen.


Konstruktiv damit umzugehen heißt:

- Schreiben Sie sich Ihre Spekulationen, insbesondere die negativen Befürchtungen, immer auf und konkretisieren Sie, was genau Sie damit meinen.

- Denken Sie diese Annahme dann konsequent weiter: Was würde das genau bedeuten? Wer wäre noch betroffen? Was könnte sonst noch passieren? Was würde schlimmstenfalls eintreten?

- Wie würde ich mit diesen (einzelnen) Konsequenzen umgehen, wenn sie tatsächlich eintreten würden?

- Und natürlich vor allen Dingen auch: Was könnte ich im Vorfeld tun, um diese Konsequenz abzuschwächen oder ganz zu vermeiden?


Wir können nicht oft genug betonen, wie wichtig es ist, dass Sie diese Fragen wirklich konkretisieren. Also sich selbst nicht mit oberflächlichen Gedanken und Argumenten abspeisen, sondern sich selbst wirklich in die Pflicht nehmen: Was heißt das GENAU für mich? Wie würde ich KONKRET vorgehen? Was brauche ich an weiteren Informationen bzw. wer könnte mir dabei helfen, xy zu klären oder in den Griff zu bekommen?

Fragen Sie sich immer auch: Was ist das kleinere Übel? Und: Was ist die Konsequenz, wenn ich in der aktuellen Situation verharre?

 

 
   
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