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Im letzten
Tipp ging es um die Tücken, die "herkömmliche"
Pro-und-Contra-Listen so mit sich bringen.
Heute
sehen wir uns an, wie Sie eine aussagekräftige und
zielführende Liste erstellen, um Für und Wider
gut abwägen zu können.
Wichtig:
Eine Pro-und-Contra-Liste macht erst dann Sinn, wenn Sie
sich schon konkret mit Ihrer Entscheidung auseinander gesetzt
haben.
1. Entscheidungskriterien bestimmen
Überlegen
Sie sich, welche grundsätzlichen Kriterien für
Ihre Entscheidung maßgebend sind.
Beispiel:
Kriterien für eine neue Arbeitsstelle könnten
u.a. sein
- Gehalt
- Nähe zum Wohnort
- komplexes Aufgabengebiet
- moderne Ausstattung
- Eigenverantwortung
- kann meine Fremdsprachen im Berufsalltag nutzen
Tipp: Wenn Sie sich noch gar nicht darüber im Klaren
sind, welche Kriterien wichtig sind, dann schreiben Sie
als Vorübung einfach mal eine grobe Plus-Minus-Liste.
Notieren Sie auf einem großen Blatt Papier, was Ihnen
alles spontan in den Sinn kommt. Anschließend sortieren
Sie diese Aspekte und fassen sie zu sinnvollen Oberbegriffen
zusammen.
2. Kriterien gewichten
Sehen
Sie sich Ihre in Schritt 1 definierten Entscheidungskriterien
nun an: Welche wiegen mehr? Ist Ihnen der Arbeitsweg beispielsweise
besonders wichtig oder auch die Eigenverantwortlichkeit?
Legen
Sie in diesem zweiten Schritt fest, welche Kriterien für
Sie besonders viel Gewicht haben.
Nehmen
wir das Beispiel von soeben: Für unsere Beispielperson
ist am wichtigsten
- das Gehalt
- der Einsatz von Fremdsprachen im Berufsalltag
Ebenfalls
wichtig, aber nicht ganz so ausschlaggebend wie diese beiden
Kriterien ist:
- Nähe zum Wohnort
3. Hilfreiche Liste erstellen
Nehmen
Sie ein A4-Blatt quer und zeichnen Sie folgende vier Spalten
ein:
A) Kriterium
B) Bewertung
C) Faktor
D) Gesamtzahl
Diese
Spalten füllen Sie für jede einzelne Option aus:
Also, um bei unserem Beispiel zu bleiben, für jedes
einzelne Job-Angebot.
In Spalte A befinden sich die festgelegten Kriterien:
- Gehalt
- Nähe zum Wohnort
- komplexes Aufgabengebiet
- moderne Ausstattung
- Eigenverantwortung
- kann meine Fremdsprachen im Berufsalltag nutzen
In Spalte C (Faktor) legen Sie die Gewichtung fest.
In unserem
Beispiel bekommen "Gehalt" und "Fremdsprachen"
jeweils den Faktor 5 und die "Nähe zum Wohnort"
den Faktor 3.
Das
bedeutet, dass am Ende Ihre Bewertungen mit dem entsprechenden
Faktor multipliziert werden.
Wichtig:
Die Spalte C - das Festlegen des Wichtigkeitsfaktors - ist
bewusst vorgezogen, damit Sie sich nicht selbst im Nachhinein
betrügen und unbewusst schönrechnen, indem Sie
noch während des Bewertens Korrekturen im Faktor vornehmen,
um das Ergebnis zu beeinflussen.
Im letzten Schritt bewerten Sie die einzelnen Kriterien,
und zwar in Spalte B ("Bewertung"). Das bedeutet,
dass Sie jedes einzelne Entscheidungskriterium aufgrund
der Ihnen vorliegenden Informationen bewerten.
Entscheiden
Sie sich für eine Bewertungsskala. Empfehlenswert ist
eine Bandbreite von maximal 0 bis 5, es reicht aber natürlich
auch 0 bis 3. Der höchste Wert bedeutet, dass dieses
Kriterium am meisten oder voll erfüllt ist, niedrigere
Werte bedeuten, dass Ihr Kriterium weniger oder gar nicht
erfüllt ist.
Tragen
Sie den jeweiligen Wert ein, multiplizieren Sie anschließend
die wichtigeren Kriterien mit dem zugeteilten Faktor und
füllen Sie die Spalte D (Gesamtzahl) aus. Nun noch
die Spalte D zusammenrechnen und die Gesamtwertung zeigt
Ihnen, welche Option nach Ihren Entscheidungskriterien die
Nase vorn hat.
Beispiel:
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