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Sie profitieren davon, wenn Sie Krankheiten auskurieren
  von Christine Öttl
 

Wie viele schleppen sich mit Erkältung und Husten, Kopf- und Gliederschmerzen oder Schüttelfrost in die Arbeit, um ihren Pflichten nachzukommen und bloß keine Zeit zu verlieren!

Die Folgen dieses Verhaltens können sehr schwerwiegend sein: für das Umfeld und die Person selbst. Viele "Büro-Epidemien" nämlich werden auf diese Art ausgelöst und legen nicht selten ganze Abteilungen fast lahm. Abgesehen davon, dass Unwohlsein die Leistungsfähigkeit deutlich beeinträchtigt, hängen einem nicht auskurierte Krankheiten lange nach und belasten die Leistungsbilanz negativ.

"Ich schaue nicht nur schlecht aus, es geht mir auch schlecht. Aber ich kann unmöglich im Bett bleiben. Wer soll denn meine Arbeit machen?!" Wer kennt solche und ähnliche Äußerungen nicht, entweder von sich selbst oder von Kollegen und Vorgesetzten?

Doch wer sich krank und schlapp in die Arbeit schleppt und zum Arbeiten zwingt, tut keinem einen Gefallen: weder sich selbst noch den anderen.

Nehmen Sie sich die Zeit, um Krankheiten auszukurieren und sich zu erholen. Der Gewinn, den Sie daraus ziehen, ist enorm:

- Sie lassen Krankheiten nicht chronisch werden
- Sie nutzen Ihre Arbeitszeit viel effektiver
- Sie vermeiden Fehler und falsche Entscheidungen
- Sie sind belastbarer und umgänglicher
- Sie lösen keine Epidemien aus

 

Sie lassen Krankheiten nicht chronisch werden

Man weiß, dass Krankheit ein nicht zu übersehendes Signal des Körpers ist, eine Ruhepause einzulegen. Natürlich kann man diese Zeichen einfach ignorieren. Doch jeder, der schon einmal einen Schnupfen als lästiges Übel abgetan und übergangen hat, weiß aus eigener Erfahrung, wie hartnäckig die Krankheit sein kann und wie lange man sich nicht richtig davon erholt. Außerdem lässt eine neue Attacke häufig nicht lange auf sich warten. Denn Unwohlsein und Krankheit bedeuten Stress für den Organismus, und sobald äußere Belastung und Druck ein bestimmtes Maß erreicht haben, bricht das Leiden wieder aus.

 

Sie nutzen Ihre Arbeitszeit viel effektiver

Wer angeschlagen oder gar krank ist, hat deutlich weniger Energie zur Verfügung als in gesundem Zustand. Selbst wenn man nur müde und abgespannt ist, merkt man an den erzielten Ergebnissen ganz deutlich, dass Effizienz und Leistung unter dem normalen Niveau liegen. Die für das Funktionieren des Immunsystems bereitgestellten Ressourcen stehen jetzt nämlich nicht mehr für geistige Arbeit, Konzentration und andere Tätigkeiten zur Verfügung. Wer seine Aktivitäten zurückschraubt und sich ausruht, unterstützt den Organismus dabei, alle Energien auf das Gesundwerden zu konzentrieren. So nutzen Sie Ihre Arbeitszeit wesentlich effektiver, als wenn Sie auf Sparflamme laufen und weit unter Ihrem Niveau bleiben.

 

Sie vermeiden Fehler und falsche Entscheidungen

Ist man krank, konzentriert der Organismus seine Energiereserven auf den Gesundungsprozess und stellt für Aufmerksamkeit, Konzentration und andere Tätigkeiten, die jetzt keine Priorität haben, kaum mehr Energie bereit. Deshalb macht man mehr Fehler. Wer hat nicht schon die Erfahrung gemacht, wie schwer einem sogar Routinetätigkeiten fallen, wenn man sich nicht wohl fühlt? Und wie leicht man wesentliche Dinge übersieht, überhört oder einfach nicht mehr daran denkt.
Eine höhere Fehlerquote geht zu Lasten von Qualität und Effizienz, da die Fehler ja wieder korrigiert werden müssen. Schlimmstenfalls handelt es sich um Fehler oder Fehlentscheidungen, die nicht zu revidieren sind.

 

Sie sind belastbarer und umgänglicher

Wer sich nicht gut fühlt, ist üblicherweise nicht gerade bester Laune, besonders belastbar und geduldig. Gerade wer an seinem Arbeitsplatz mit Menschen zu tun hat oder gar eine Führungsposition einnimmt, ist permanent einer hohen Anspannung ausgesetzt. Wenn man krank ist, ist die eigene Stresstoleranz stark reduziert, sodass auch ein banaler Anlass unangemessene Reaktionen auslösen kann oder man sich Situationen und Aufgaben nicht gewachsen fühlt, die man normalerweise mit links erledigt. Tun Sie sich selbst und Ihren Kollegen und Mitarbeitern einen Gefallen und lassen Sie es nicht so weit kommen!

Außerdem: Belastbarkeit und Souveränität sind wichtige Karrierevoraussetzungen. Nehmen Sie sich nicht selber Wind aus den Segeln, indem Sie Ihre Zeit so schlecht investieren.

 

Sie lösen keine Epidemien aus

"Ich habe bloß einen Schnupfen und es ist gar nicht ansteckend!" Wer kennt solche und ähnliche Sprüche nicht aus eigener Erfahrung? Und Tag für Tag greift die Erkältung um sich, breitet sich in Windeseile aus und dezimiert die Zahl der gesunden Mitarbeiter zusehends.

Gönnen Sie sich und auch Ihren Kollegen die wenigen Tage, die Sie für eine Erholung brauchen! Und wenn Sie Führungskraft sind: Gehen Sie mit gutem Beispiel voran! Und schicken Sie Mitarbeiter nach Hause, die sich krank und matt in die Arbeit schleppen.

   
   
   
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