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Fachliche
Kompetenz ist wichtig und unerlässlich, um im Beruf
erfolgreich zu sein. Doch mindestens genauso wichtig ist
die Beziehungsebene: das Image, das man als Mensch bei Vorgesetzten
und Kollegen hat, das persönliche Ansehen, die Anerkennung
und der Respekt, die man bei anderen genießt.
Und genau wie fachliches Know-how lässt sich soziale
Kompetenz erwerben, üben und perfektionieren.
Es geht
hier keinesfalls darum, wie man sich selbst verstellen und
möglichst gut schauspielern kann, um andere um den
Finger zu wickeln und schneller und einfacher zum Ziel zu
kommen. Wer unlautere Spiele spielt und manipulative Techniken
anwendet, erreicht vielleicht kurzfristig etwas. Langfristig
jedoch verbaut man sich dadurch die Chance, wirklich erfolgreich
zu sein oder gar von anderen Unterstützung zu bekommen.
Denn: Menschen merken sehr schnell, wenn man unehrlich ist
und zu manipulieren versucht.
Wenn
man Menschen für sich und die eigenen Ziele gewinnen
will, sollte man die eigene Kommunikationsfähigkeit
verbessern und trainieren und durch Offenheit und Klarheit
überzeugen.
Und
sich immer folgende Gesetzmäßigkeit vor Augen
halten:
Man
kann nur sich selbst und das eigene Verhalten direkt beeinflussen
Natürlich
ist es viel bequemer, die anderen für Schwierigkeiten
und missglückte Kommunikation verantwortlich zu machen
und den Schwarzen Peter weiterzugeben. Wer seine zwischenmenschlichen
Beziehungen wirklich verändern will, muss bei sich
selbst anfangen und das eigene Verhalten, die eigene Reaktion
auf das Umfeld und den eigenen Kommunikationsstil verändern.
Die
Verantwortung für die eigenen Verhaltensweisen übernehmen
Souverän
kommunizieren, Gespräche in die gewünschte Richtung
leiten anstatt sie eskalieren zu lassen, kann nur, wer die
Kontrolle behält. Wenn man sich provozieren und von
den Emotionen überwältigen lässt, erreicht
man nur selten seine Ziele.
Auf
einen Angriff kann man entweder mit einem Gegenangriff reagieren
oder etwas abwarten, ruhig und bestimmt nachfragen, was
das Gegenüber denn mit seiner Aussage genau meine,
aktiv zuhören und so der Situation die Schärfe
nehmen und das Gespräch in konstruktivere Bahnen lenken.
Den Angriff verhindern kann man nicht (Wenn der andere
das nicht tun würde, hätte ich kein Problem!"),
aber man kann die Kontrolle über die eigene Reaktion
bewahren und so den weiteren Verlauf des Gesprächs
und der Beziehung zu dem anderen bestimmen.
Offen
sein und Dinge direkt mit dem Betroffenen besprechen
Nichts
ist einfacher als über Schwierigkeiten oder Dinge,
die einem nicht gefallen, hinter dem Rücken des Betroffenen
zu sprechen, sich Gesinnungsgenossen zu suchen und gemeinsam
zu schimpfen und zu jammern. Aber nichts ist unproduktiver
und vergiftet die Atmosphäre und die zwischenmenschlichen
Beziehungen mehr. Und trägt nicht im geringsten zu
einer Besserung bei.
Der
schwierigere und gleichzeitig einzige wirklich konstruktive
Weg ist, mit der betroffenen Person über die Sache
zu sprechen und so eine Veränderung und Verbesserung
der Situation anzugehen. Das ist auch die einzig faire Vorgehensweise:
Wer möchte schließlich, dass die anderen hinter
dem Rücken über einen reden, ohne selbst die Chance
zu bekommen, sich dazu zu äußern?
Eine
Aussprache nicht zu lange aufschieben
Häufig
eskalieren Situationen nur deshalb, weil man ein klärendes
Gespräch aufschiebt und aufschiebt. Und dann explodiert.
Besser und weniger anstrengend für alle Beteiligten
ist es, sich früher ein Herz zu nehmen und die unliebsame
Sache auf den Tisch zu bringen.
Auch
Nichtigkeiten", die einen nerven und stören,
verlieren nichts von ihrer Brisanz, wenn man sie in sich
hineinfrisst (Ist ja gar nicht so schlimm.")
Ganz im Gegenteil.
Auch
Positives sagen
Jeder
hört gerne Positives und freut sich über anerkennende
Worte. Trotzdem sind die meisten sehr zurückhaltend
mit Nettigkeiten oder Lob, finden es aber gleichzeitig schade,
selbst so wenige Anerkennung von anderen zu bekommen.
Fangen
Sie bei sich selbst an: Machen Sie anderen Komplimente und
sagen Sie was Positives. Vorausgesetzt natürlich, dass
Sie es ehrlich meinen!
Unklarheiten
mit dem Betroffenen klären
Fragen
Sie nach, wenn Ihnen etwas unklar ist oder Sie ein seltsames
Gefühl haben. Es ist viel zielführender und effizienter
als zu spekulieren, was der andere wohl gemeint haben könnte.
Sich
in die Lage des anderen versetzen
Zwischenmenschliche
Kommunikation ist nicht zuletzt deshalb so komplex und schwierig,
weil jeder der eigenen Situation entsprechend handelt und
davon überzeugt ist, im Recht zu sein. Deshalb bringt
es wenig, in Opposition zu gehen und die Sichtweise des
Gegenübers zu übergehen oder zu zerreden. Wer
souverän mit anderen umgehen will, muss deren Standpunkt
ernstnehmen, die Situation des anderen nachvollziehen und
respektieren. Und erst dann reagieren.
Den
richtigen Ton und die richtigen Worte finden
Was
verletzt und deshalb die zwischenmenschlichen Beziehungen
vergiftet, sind nicht die Inhalte, sondern die Art, wie
sie geäußert werden. Wer sich auf das Gegenüber
einstellt, sensibel und respektvoll, aber trotzdem klar
und bestimmt sagt, was zu sagen ist, kann alles sagen.
Souverän
zu bleiben, auch in schwierigen Situationen, stärkt
das Selbstwertgefühl enorm. Und das Selbstwertgefühl
trägt wesentlich dazu bei, wie erfolgreich und zufrieden
man durchs Leben geht.
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