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Sie
kennen Ihre Stärken und Schwächen? Sie haben sich
damit auseinandergesetzt, was Sie für ein Mensch sind?
Dann geht es jetzt ans Eingemachte: Wie können Sie
Ihre Stärken weiter ausbauen und für Ihre Schwächen
Lösungen finden
Alleine
oder mit Unterstützung Dritter
Je nachdem,
worum es geht, können Sie sich alleine dranmachen
oder mit Unterstützung anderer. Das kommt sowohl darauf
an, was Sie verbessern möchten, als auch wie weit Sie
selbst sind. Wenn Sie zum Beispiel das Problem haben, dass
Sie, sobald Sie vor einer Gruppe Menschen sprechen sollen,
irrsinnig nervös werden, dann können Sie einen
Rhetorik-Kurs besuchen. Dort geht es anderen genauso. Sie
können in "sicherer Umgebung" üben.
Vielleicht sind Sie aber auch ein Mensch, der sich einfach
dieser Situation x-mal aussetzen muss, um sie in den Griff
zu bekommen. Oder Sie möchten mit Hilfe eines Coachs
Ihrer Nervosität individuell auf den Grund gehen. Die
Möglichkeiten sind vielfältig.
Welcher
Lerntyp sind Sie?
Es gibt
Menschen, die sehr gut aus Büchern lernen. Andere müssen
immer gleich die praktische Erfahrung machen oder
lernen durch Zuschauen. Finden Sie für sich heraus,
wie Sie am besten lernen. Es hat gar keinen Sinn, wenn Sie
sich eine Menge Fachbücher kaufen, diese aber dann
doch nicht lesen oder sie lesen, aber nichts umsetzen
können.
Nachfolgend
einige Anregungen, was Sie tun können. Da ich nicht
weiß, welche genauen Punkte Sie in Angriff nehmen
möchten, nehmen Sie diese Punkte bitte als Anregung.
Firmentrainings
Firmeninterne
Trainings haben den Vorteil, dass der Inhalt des Kurses
ganz speziell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt werden
kann und auch dass die Teilnehmer die Thematik und
die Probleme kennen. Ein intensives Arbeiten ist, zumindest
inhaltlich, möglich.
Wenn
der Kursleiter gut ist und wenn die Teilnehmer auch
wirklich aktiv mitmachen, kommen hier sehr gute Ergebnisse
zustande. Und die Leute im Team kommen sich meist näher
und wachsen zusammen.
Externe
Trainings
Externe
Trainings haben den Vorteil, dass Sie mit anderen Leuten
zusammenkommen: Kontakte knüpfen können, sich
austauschen, was andere so tun.
Wenn
Sie auf externe Trainings gehen: bitte lernen Sie zu abstrahieren.
Ich habe es mehr als einmal erlebt, dass Mitarbeiter Kurse
als nicht effektiv empfanden, weil sie nicht speziell auf
unsere Branche zugeschnitten waren.
Aber
ob Sie ein Honorar für Dachziegel oder für Autos
verhandeln, ist in den Grundzügen egal. Natürlich
gibt es bestimmte Eigenheiten, die es zu beachten gilt.
Lernen Sie, zu abstrahieren und zwischen den Zeilen zu lesen.
Vor
allen Dingen: Seien Sie im externen Kurs aktiv. Viel zu
viele Teilnehmer fordern den Kursleiter nicht stellen
keine (kritischen) Fragen. Oder fordern individuelle Beispiele.
Es ist Ihr Training! Der Kursleiter weiß ja schon,
was er sagen will. Sie sollen was davon haben.
Trainings
bekommen oder selbst besuchen
Wenn
Sie nicht in einem Unternehmen arbeiten, das sich ohnehin
um die Fortbildung ihrer Mitarbeiter aktiv kümmert,
dann suchen Sie sich ein konkretes Training aus und reden
Sie darüber mit Ihrem Chef. Machen Sie deutlich, was
die Firma davon hat, wenn Sie auf das Training gehen. Sie
auf ein Training zu schicken, ist schließlich eine
Investition. Es kostet nicht nur das Geld für den Kurs,
sondern Sie sind während der Zeit auch nicht da, um
zu arbeiten. Und Ihre Kollegen müssen in dieser Zeit
ebenfalls überbrücken bzw. Ihre Kunden
haben Sie nicht als Ansprechpartner. Diese Investition muss
sich lohnen, das liegt auf der Hand, oder?
Also:
Was hat die Firma davon, wenn sie Ihnen dieses Training
ermöglicht?
Wenn
Sie in einem Unternehmen sind, das sich partout nicht um
Ihre Weiterbildung schert auch nachdem Sie mit Ihrem
Vorgesetzten darüber gesprochen haben, greifen Sie
in die eigene Tasche.
Eine
Weiterbildung ist für Sie (Sie erinnern sich: für
das Leben lernen wir): das Gelernte nimmt Ihnen keiner mehr
weg. Ganz abgesehen davon, erhöht es in der Regel auch
Ihren Marktwert.
Sie
können diese privaten Fortbildungen, sofern Sie beruflich
relevant sind, in der Regel auch als Werbungskosten in der
Steuererklärung angeben.
Lesen,
lesen, lesen
Die
günstigere und ebenfalls sehr effektive Methode ist
das Lesen. Es gibt Bücher zu allen Themen: von der
Persönlichkeitsentwicklung über Mitarbeiterführung,
Management, Fachliches aller Art, etc.
Lesen
Sie! Ich
weiß, dass viele Leute nicht mehr lesen. Zum Teil,
weil es Fachbücher gab und gibt, die einem das Gruseln
über die Wirbelsäule schicken.
Wenn
ich mich grad umwende zu meinem Fachbücher-Regal, dann
kann ich Ihnen versichern: Es gibt mehr als genug Bücher,
die sich wunderbar lesen lassen, sehr praxisnah und durchaus
unterhaltsam geschrieben sind.
Vorbilder
aus dem täglichen Leben
Lernen
Sie von anderen. Am besten aus Ihrem persönlichen Umfeld.
Das soll nicht heißen, dass Sie jemanden aufs Podest
stellen sollen. Sie müssen auch nicht 100%ig von einer
bestimmten Person überzeugt sein.
Aber
gucken Sie sich ab: Diesen Aspekt bewundere ich bei meinem
Kollegen, diesen Aspekt bei meinem Chef, diesen Aspekt bei
einem meiner Kunden ... und und und
Auch
Vorbilder aus Film und Fernsehen können hier helfen:
Hat jemand von Ihnen Meet Joe Black" gesehen?
An einer Stelle am Ende des Films tritt Anthony Hopkins
auf die Bühne und hält anlässlich seines
Geburtstages eine kurze Rede. Das ist eine Szene, die bei
mir klick gemacht hat: die Souveränität, mit der
er die Rede hält, das Band, das er in dieser kurzen
Zeit so intensiv zwischen den Gästen und sich selbst
auf der Bühne schlägt: wunderbar!
Achten
Sie auf derartige Details und wenn Sie etwas finden,
wo Sie sagen: Das möchte ich auch können
oder sein!", dann haben Sie ein gutes und lebendiges
Beispiel, an dem Sie sich orientieren können.
Coaching
Sie
möchten Bereiche in Ihrem Leben individuell und zügig
voranbringen? Dann macht es Sinn, sich einen guten Coach
zu suchen, der Sie individuell dabei unterstützt, Ihre
persönlichen Ziele zu erreichen. Sehr viele Menschen,
die mit uns im Coaching zusammenarbeiten, nennen einen weiteren
Grund, einen Dritten unmittelbar an Bord zu holen: Es ist
eine Art Kontrolle dabei. Jemand, der nachhakt, vielleicht
auch mal wieder Feuer unterm Hintern macht, wenn die erste
Euphorie abflacht und der Alltag wieder Einzug hält.
Wenn
Sie sich für einen Coach entscheiden: Suchen Sie sich
den-/diejenigen genau aus. Es muss jemand sein, der nicht
nur fachlich qualifiziert ist, sondern bei dem Sie auch
das Gefühl haben, dass die Chemie einwandfrei stimmt.
Lernen Sie also Ihren Coach kennen am besten persönlich.
Zumindest aber am Telefon. Bekommen Sie ein Gefühl
für den anderen. Und nur wenn Sie ein gutes Gefühl
haben, machen Sie mit dieser Person weiter. Sonst weitersuchen.
Wer gegen ein unverbindliches Kennenlern-Gespräch ist
oder bereits dafür eine Rechnung schicken möchte:
von dem sollten Sie die Finger lassen.
Ein
guter Coach gibt Ihnen übrigens bei Ihrer persönlichen
Zielfindung in den seltensten Fällen Antworten. Sondern
er stellt Ihnen die richtigen Fragen. Nur bei fachlichen
Punkten ist die Fachkompetenz des Coaches gefragt
und hier gibt es dann auch Antworten.
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