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Angst vor der Herausforderung:
7 Tipps, um aktiv damit umzugehen
  von Christine Öttl
 

Auch wenn nicht so oft darüber gesprochen wird: Erfolg und bevorstehende Karriereschritte lösen nicht nur Hochgefühle und Triumph aus, sondern auch viele Befürchtungen und Ängste.

Viel hilfreicher und besser, als diese zu verdrängen, sich dafür zu schämen oder/und sie hinter einer coolen Fassade zu verbergen, ist, sich aktiv damit auseinander zu setzen - und sie immer besser in den Griff zu bekommen.


Hier ein paar Anregungen, wie Sie mit den unangenehmen Gefühlen umgehen können:


1. Bitte seien Sie realistisch und machen Sie sich klar, dass Unsicherheiten und Ängste ganz normal sind - vor allem, wenn Veränderungen anstehen. Sie sind nicht der/die Einzige: Auch andere Menschen haben sie! Es liegt keineswegs daran, dass Sie ein "Schwächling" sind.

2. Interpretieren Sie Unsicherheiten und Ängste ganz bewusst als das, was sie tatsächlich sind: hilfreiche Signale, damit Sie sich mit sich selbst und der auf Sie zukommenden Situation intensiv beschäftigen.

3. Gehen Sie Ihrer Stimmung auf den Grund und analysieren Sie, was genau Ihnen unangenehme Gefühle bereitet. Vielleicht sind es fachliche Defizite, die Ihnen im Magen liegen. Vielleicht trauen Sie es sich doch nicht so richtig zu, bald Mitarbeiter zu führen. Wenn Sie wissen, wovor Sie Bammel haben, verhindern Sie, von schwammigen und abstrakten Ängsten überwältigt zu werden. Und Sie können die Sache konkret angehen.

4. Machen Sie sich möglichst klar, was genau auf Sie zukommt. Sammeln Sie Informationen und klären Sie so intensiv und detailliert wie möglich, welche Erwartungen und Anforderungen an Sie gestellt werden. Klare Vorstellungen zu haben, möglichst viel zu wissen und die Zukunft einschätzen zu können, hilft enorm dabei, sich besser und souveräner zu fühlen.

5. Wenn Sie Lücken und Schwächen identifiziert haben: Werden Sie sofort aktiv und unternehmen Sie Schritte, um besser zu werden. Fangen Sie gleich damit an, Ihre Sprachkenntnisse aufzupeppen, wenn Sie hier Verbesserungsbedarf sehen. Suchen Sie Unterstützung in Sachen Mitarbeiterführung, wenn Ihre Ängste damit zu tun haben.

6. Bauen Sie sich selbst auf und führen Sie sich Ihre Stärken sowie Ihre bisherigen Erfolge ganz bewusst vor Augen. Machen Sie sich selbst klar, was Sie alles auf dem Kasten haben und inwieweit Sie über die Fähigkeiten und das Handwerkszeug verfügen, um die Herausforderungen meistern zu können. Machen Sie sich auch klar, dass Sie mit diesen wachsen und - genau wie bisher - dazulernen und sich weiterentwickeln werden.

7. Sprechen Sie mit anderen Menschen, denen Sie vertrauen und deren Urteil Ihnen wichtig ist, über Ihre Befürchtungen und Unsicherheiten. Im Dialog mit anderen werden Sie einige als irreal und absurd entlarven, möglicherweise sogar über sich selbst lachen können. Und so mehr Zuversicht und Energie gewinnen, um das aktiv anzupacken, wo es tatsächlich noch hakt.

   
   
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