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Das
Anschreiben ist das Herzstück einer erfolgreichen Bewerbung:
Es prägt den ersten Eindruck, optisch und inhaltlich.
Bei unseren Bewerbungsmappen-Checks sehen wir eine Reihe
von formellen Fehlern immer wieder hier eine Auswahl:
Absender
Der
Absender sollte alle Kontaktdaten enthalten, damit der Personalentscheider
unkompliziert Kontakt aufnehmen kann. Wer eine email-Adresse
hat und seine emails auch regelmäßig liest, sollte
diese auch angeben.
Hinweis:
Für Bewerbungszwecke bitte darauf achten, dass die
E-Mail-Adresse präsentabel ist. Wer einen seltsamen
E-Mail-Alias gewählt hat (reddevil@soundso.com etc.),
sollte sich für Bewerbungszwecke einen neutralen Mail-Namen
wählen. Freemail-Anbieter machen dies ja ohne großen
Aufwand möglich.
Zwischen
der Straße und dem Ort ist beim Absender keine Leerzeile.
Empfänger
Immer
einen Namen oder die entsprechende Abteilung angeben - bei
Namen möglichst komplett: wenn bekannt, Titel und Vornamen
nennen.
Abkürzungen
für "zu Händen" (z. Hd., z. H.) sind
seit Jahren abgeschafft auch wenn sie in einigen
Stellenanzeigen noch genannt werden
Die
Leerzeile zwischen Straße und Ort ist mittlerweile
entfallen.
Datum
Die
Angabe des Ortes ist unnötig und seit längerem
abgeschafft (Ausnahme: Unternehmen mit mehreren Niederlassungen
auf dem Briefkopf, die deutlich machen müssen, von
welcher Adresse der Brief kommt).
Anmerkung:
Sofern in solchen Fällen der Ort angegeben wird, gibt
es kein "den" mehr.
Betreff
Der
Betreff soll dem Empfänger auf den ersten Blick mitteilen,
worum es in dem Brief geht/das Wort "Betreff"
oder die Abkürzung "Betr." ist veraltet
der Betreff wird deutlich vom Text abgesetzt, Fettdruck
ist vorteilhaft, aber kein Muss
Den
Betreff bitte aussagekräftig nur "Bewerbung"
ist nicht aussagekräftig genug: für welche Position,
ggf. Hinweis auf welche Ausschreibung (z. B. "Ihre
Anzeige in der FAZ vom xx.xx.xx")
Grußformel
und Unterschrift
Hier
gibt es keine feste Regel was nicht mehr zeitgemäß
ist und was unfreundlich wirken kann, ist das sehr förmliche
"hochachtungsvoll". In der Regel wird "Mit
freundlichen Grüßen" - oder auch in Variationen
(Viele Grüße etc.) genutzt.
Die
Unterschrift wird nicht mehr getippt wiederholt, da aus
dem Absender ja eindeutig hervorgeht, wer den Brief geschrieben
hat (das ist nur wichtig bei Unternehmen, da aus dem Briefkopf
der individuelle Name des Absenders nicht hervorgeht)
Briefe
werden natürlich unterschrieben mit Vor- und
Nachnamen.
DIN-Norm?
Es gibt
eine Norm fürs Briefeschreiben die DIN 5008.
Diese ist als Broschüre im Buchhandel erhältlich,
wenn sich jemand konkret daran halten möchte. Kürzlich
wurde diese DIN-Norm übrigens überarbeitet: es
gab Neuerungen.
Wirklich
im Detail wichtig ist das nur für Kandidaten, die sich
auf Positionen bewerben, wo man diese Richtlinien auch beherrschen
muss (z. B. Sekretärin).
Die
grundlegenden Richtlinien machen jedoch allgemein Sinn und
sollten beherzigt werden.
Rechtschreibung
Ob neue
oder alte Rechtschreibung hängt davon ab, ob im entsprechenden
Bundesland überhaupt die Rechtschreibung geändert
wurde und auch wieder davon, für welche Position
man sich bewirbt. Viele Unternehmen verlangen die neue Rechtschreibung.
In jedem Fall sollte man sich darüber informieren,
denn das Halbwissen, das mittlerweile propagiert wird, ist
häufig falsch (z. B. "es gibt kein scharfes S
mehr").
Wichtig
für jeden: Die Bewerbung auf Rechtschreibfehler prüfen!
Wer sich nicht sicher ist, lässt jemanden Korrektur
lesen, der es auch wirklich kann!
Ergänzend
noch ein paar Details, auf die es sich zu achten lohnt
Briefkopf
Der
Computer macht es möglich: Das frühere karge Schreibmaschinen-Layout,
einfach den eigenen Absender einzeilig untereinander wegzuschreiben,
ist nicht mehr nötig.
Damit
das Anschreiben ein Gesicht hat und der Bewerber zeigt,
dass er mit dem Computer gut umgehen kann, empfiehlt es
sich, einen (schlichten) Briefkopf zu erstellen.
Tipp:
Keine wilden Übertreibungen mit riesigen Schrifttypen
oder Farben und vor allen Dingen keine komischen Pseudo-Logos!
Text
und Layout
Den
Text ansprechend auf die Seite verteilen und nicht unnötig
zusammenquetschen.
Tipp:
In der Regel ist das Anschreiben eine Seite lang. Diese
reicht im Normalfall auch vollkommen aus. Wer aber wirklich
Relevantes (!) im Hinblick auf die Bewerbung zu sagen hat
und mit einer Seite nicht auskommt, kann natürlich
auf der zweiten Seite weiterschreiben.
Aber, wie gesagt: In der Regel reicht eine Seite vollkommen
aus. Also den Text, wenn er zu lange gerät, noch einmal
anschauen und straffen.
Blocksatz
(= die Zeilen sind gleich lang) empfiehlt sich nicht. Erstens
ist er schlechter zu lesen als linksbündiger Text.
Und zweitens ergeben sich unschöne, ungleichmäßige
Lücken zwischen den Worten.
Papier
Es muss
nicht immer das übliche 80 g-Kopierpapier sein. Etwas
festeres Papier (100 120 g) kommt gut.
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